Gütekriterien
Die IDS sind ein genaues und zuverlässiges Messinstrument und genügen in allen Belangen den wissenschaftlichen Standards.
Objektivität
Durch die standardisierten Vorgaben kann mit den IDS ein Testergebnis gewährleistet werden, das hinsichtlich der Durchführung, der Auswertung und der Interpretation vom Testleiter weitgehend unabhängig ist.
Reliabilität
Interne Konsistenz
Sämtliche Untertests weisen progressive altersgebundene Schwierigkeitsindizes auf. Die interne Konsistenz (Cronbach's Alpha) der Untertests variiert in der kognitiven Entwicklung zwischen α = .68 und .96 sowie in der allgemeinen Entwicklung zwischen α = .57 und .88. Für den Intelligenzwert beträgt die interne Konsistenz α = .92. Für den Bereich der allgemeinen Entwicklung ist zu erwähnen, dass von einer grundsätzlichen Veränderung über die Zeit ausgegangen werden muss und Korrelationen im niedrigen oder mittleren Bereich nicht nur mangelnde Messgenauigkeit, sondern auch tatsächliche Veränderung widerspiegeln.
Retestreliabilität
Die Retestreliabilität nach durchschnittlich 15 Monaten variiert in den Untertests der kognitiven Entwicklung zwischen r = .45 und r = .81 sowie in den Untertests der allgemeinen Entwicklung zwischen r = .34 und r =.88. Für den Intelligenzwert beträgt die nicht disattenuierte Retestreliabilität r = .83.
Validität
Konstruktvalidität
Bezüglich der Konstruktvalidität zeigt sich, dass für alle IDS Untertests deutliche und kontinuierliche Alterstrends vorliegen. Geringe bis mittlere Skaleninterkorrelationen belegen, dass alle Bereiche zum allgemeinen Stand der Intelligenz und der Entwicklung beitragen, aber auch je einen eigenständigen Entwicklungsaspekt repräsentieren. Faktorenanalysen belegen eine der Konzeption entsprechende Skalenstruktur.
Kriteriumsvalidität
Die Prüfung der Kriteriumsvalidität erfolgte durch Vergleiche mit dem HAWIK-IV (IDS Intelligenz r = .69), mit Schulleistungstests (IDS Intelligenz r = .41), mit dem WET (Emotionen Erkennen r = .50) sowie mit verschiedenen Fremdeinschätzungsverfahren.
Differentielle Validität
Die differentielle Validität zeigt sich in erwartungskonformen Mittelwertsunterschieden in Studien mit hochbegabten Kindern (N = 77), lernbehinderten Kindern (N = 25), fremdsprachigen Kindern (N = 73), hyperkinetischen Kindern (N = 27), Kindern mit Asperger Syndrom (N = 38) und aggressiv verhaltensauffälligen Kindern (N = 57).


